Gebühren bei internationalen Geldtransfers
Internationaler Geldtransfer: Gebühren, Dauer und Anbieter im Vergleich
Horst Biallo
Autor & Gründer
Neueste Aktualisierung: 07.04.2025
Das können Sie in diesem Artikel erwarten
- Wie kann man Geld in andere Länder transferieren?
- Welche Gebühren fallen bei einem internationalen Geldtransfer an (außerhalb des SEPA-Gebiets)?
- Wie lange dauert eine internationale Überweisung?
- Welche internationalen Überweisungen sind anmeldepflichtig?
- Spezielle Dienstleister für internationale Geldtransfers
- Welcher Dienstleister ist der preiswerteste?
- Wie kann ich Geld international senden, wenn der Zahlungsempfänger kein Konto besitzt?
- Wie kann man eine fehlerhafte Überweisung annullieren?
Dem Enkel in den Vereinigten Staaten einen Geldbetrag zukommen lassen oder regelmäßig die Familie in Ghana unterstützen - die Gebühren für internationale Geldtransfers sind sehr verschieden. Was letztendlich ankommt, ist oft deutlich weniger als der ursprünglich gesendete Betrag. Gelegentlich kann es sich bei Geldtransfers ins Ausland bezahlt machen, auf spezialisierte Anbieter anstatt auf die eigene Bank zu vertrauen.
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Wie kann man Geld international überweisen?
Wenn Sie von Deutschland aus innerhalb Europas Geld an Freunde, Verwandte oder Bekannte überweisen möchten, ist das recht unkompliziert. Jedenfalls dann, wenn das jeweilige Land zum SEPA-Raum gehört. "SEPA" ist eine Abkürzung für "Single Euro Payment Area", was so viel wie "einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum" bedeutet. Dies sind die besagten 36 Staaten:
- Andorra, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikan, Zypern
Überweisung innerhalb des SEPA-Gebiets
Für Geldtransfers innerhalb des SEPA-Raums ist im Normalfall die Eingabe der IBAN des Empfängers ausreichend. Loggen Sie sich daher einfach im Onlinebanking Ihrer Bank ein und geben Sie die IBAN des Empfängers sowie den gewünschten Geldbetrag ein. Im Regelfall sollte nun nach einer Autorisierung mit Ihrem registrierten TAN-Medium die Überweisung ausgeführt werden. Allerdings kann es vorkommen, dass Ihre Bank aus Sicherheitserwägungen generell Geldtransfers in ein anderes Land ablehnt. Sollte dies der Fall sein, erscheint eine Fehlermeldung. Infolgedessen müssen Sie sich telefonisch oder persönlich an Ihre Bank wenden und die Option für internationale Geldtransfers freischalten lassen.
Für Banküberweisungen in Euro innerhalb der SEPA-Staaten fallen üblicherweise keine anderen Gebühren an als für nationale Überweisungen.
Überweisung in Länder außerhalb des SEPA-Gebiets
Die Situation stellt sich komplett anders dar, wenn Sie Geld außerhalb des Euro-Währungsraumes überweisen möchten. In diesem Fall haben Sie zwei Optionen: Zum einen können Sie dies bequem über Ihre Bank mittels des sogenannten Z1-Formulars (Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr) erledigen. Dies kann aber - abhängig von der Bank oder Sparkasse - kostenintensiv sein. Alternativ können Sie einen spezialisierten Anbieter für internationale Geldtransfers nutzen. Jedoch ist dieser nicht zwangsläufig günstiger als Ihre Bank oder Sparkasse.
Was kostet ein internationaler Geldtransfer (außerhalb des SEPA-Raums)?
Wenn Sie nur vereinzelt Geldtransfers außerhalb des SEPA-Raums durchführen möchten, ist es ratsam, dies über Ihre Bank oder Sparkasse abzuwickeln, anstatt einen speziellen Dienstleister zu beauftragen. Hierfür wäre der Aufwand wahrscheinlich zu hoch. Außerdem ist - abhängig vom jeweiligen Land - nicht immer gewährleistet, dass ein Spezialanbieter tatsächlich der preiswerteste ist.
In diesem Zusammenhang fallen oft unterschiedliche Gebühren an, die Ihnen aber während des Überweisungsvorgangs nicht angezeigt werden. Diese werden oft damit begründet, dass ein internationaler Geldtransfer verschiedene Verrechnungsstellen und zwischengeschaltete Institute passiert, bis er beim Empfänger ankommt. Aufgrund dieser Intermediäre sind die Gebühren für einen internationalen Geldtransfer außerhalb des SEPA-Raums in der Regel sehr hoch. Die Kosten, die bei Ihrer Bank entstehen, finden Sie vollständig oder zumindest teilweise im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank oder Sparkasse. Am Ende der Website auf "Preise & Hinweise" klicken und anschließend das Preis- und Leistungsverzeichnis beziehungsweise das Preisverzeichnis öffnen. In den Pflichtinformationen und den zugehörigen Entgeltverzeichnissen für Girokonten findet sich hierzu meist nichts.
Bei den nachfolgenden Anbietern aus unserem Girokonto-Vergleich haben wir es Ihnen leicht gemacht und die entstehenden Gebühren für einen internationalen Geldtransfer dargestellt:
| Anbieter | Gebühren |
|---|---|
| Hypovereinsbank | 25,00 Euro |
| Targobank | 0,3 % des Überweisungsbetrages, mindestens 25,00 EUR, höchstens 999,00 EUR Ausnahme: Türkei: 0,16 % des Überweisungsbetrages, mindestens 15,80 EUR, höchstens 999,00 EUR |
| DKB | 12,50 Euro Ausnahme: Über 12.500 Euro: 1,0 % des Überweisungsbetrages, höchstens 150,00 EUR |
| ING | 10,00 Euro zuzüglich Fremdspesenpauschale in Höhe von 12,00 Euro Ausnahme: Über 500,00 Euro: 1,50 % des Überweisungsbetrages (mindestens 20,00 Euro) zuzüglich Fremdspesenpauschale in Höhe von 12,00 Euro |
| Raiffeisenbank im Hochtaunus (Meine Bank) | 0,25 % des Überweisungsbetrages (mindestens 14,00 Euro) |
| Santander | 6,00 Euro zuzüglich anfallende Fremdbankentgelte Ausnahme: Über 100,00 Euro: 1,50 % des Überweisungsbetrages (mindestens 12,00 Euro) zuzüglich Anfallende Fremdbankentgelte |
| Comdirect | 0,15 Prozent des Überweisungsbetrages (mindestens 7,90 Euro; höchstens 51,90 Euro) zuzüglich 10,00 Euro Ausnahme: Über 250,00 Euro: 0,15 Prozent des Überweisungsbetrages (mindestens 7,90 Euro; höchstens 51,90 Euro) zuzüglich 0,15 Prozent (mindestens 12,50 Euro) |
| Commerzbank | 10,00 Euro Ausnahme: Über 250,00 Euro: 1,50 % des Überweisungsbetrages (mindestens 12,50 Euro) |
| Deutsche Bank | 13,00 Euro zuzüglich Fremdspesenpauschale in Höhe von 25,00 Euro Ausnahme: Über 250,00 Euro: 1,50 % des Überweisungsbetrages (mindestens 15,00 Euro) zuzüglich Fremdspesenpauschale in Höhe von 25,00 Euro Beleglos: 1,50 ‰ des Überweisungsbetrages (mindestens 10,00 Euro) zuzüglich Fremdspesenpauschale in Höhe von 25,00 Euro |
| Postbank | 1,5 % vom Auftragswert, mind. 12,00 EUR |
Quelle: Preis-und Leistungsverzeichnisse der jeweiligen Anbieter / Stand April 2025.
Wer übernimmt die Gebühren für einen internationalen Geldtransfer?
Wenn Sie das Z1-Formular für eine Überweisung außerhalb des SEPA-Raums betrachten, erkennen Sie eine Auswahl, wer die Kosten der Überweisung tragen soll. Dabei haben Sie die Möglichkeit, die Überweisungsgebühren auf drei verschiedene Arten aufzuteilen:
- OUR: Sie übernehmen die Kosten vollständig
- SHARE: Sie teilen sich die Kosten mit dem Empfänger
- BEN: Der Empfänger übernimmt die Ausgaben vollständig.
Sofern Ihre Bank die Überweisung außerhalb des SEPA-Raumes auch online ermöglicht, wird Ihnen in der Regel auch ein Hinweis zur Kostenteilung angezeigt. Wenn nicht nachgefragt wird, teilen die Banken die Kosten zwischen beiden Parteien auf.
Wie lange dauert ein internationaler Geldtransfer?
Im Jahr 2012 traten gesetzliche Ausführungsfristen für SEPA-Überweisungen und Geldtransfers im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in Kraft. Banken müssen im Interesse ihrer Kunden garantieren, dass die Transaktion innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens auf dem Konto des Empfängers verbucht wird.
Problematisch ist für Verbraucher jedoch, dass die entsprechenden Fristen nicht für Überweisungen außerhalb des EWR gelten. Wer also öfter Transaktionen in Drittländer durchführt, sollte sich neben dem Preis auch beim gewählten Anbieter erkundigen, wie lange die Transaktion dauert.
| Art der Auslandsüberweisung | Dauer |
|---|---|
| Überweisungen in Euro ohne Beleg | 1 Werktag |
| Überweisungen in Euro mit Beleg | 2 Werktage |
| Überweisungen in andere EWR-Währung | 4 Werktage |
| Überweisungen außerhalb des EWR | unbegrenzt |
Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)
Seit Januar 2025 sind sogenannte Echtzeit-Überweisungen (Instant Payments) im Euro-Zahlungsraum verpflichtend empfangbar und ab Oktober 2025 müssen alle Banken im SEPA-Raum auch den Versand solcher Überweisungen ermöglichen. Diese Art der Überweisung funktioniert an jedem Tag der Woche zu jeder Uhrzeit innerhalb weniger Sekunden. Außerdem dürfen Echtzeitüberweisungen nicht teurer als Standard-SEPA-Überweisungen sein.
- Hinweis: Sie verbringen Ihren Ruhestand im Ausland? Grundsätzlich kann jeder, der eine gesetzliche Rente in Deutschland bezieht, diese auch in sein gewähltes Domizil im Ausland überweisen lassen. Jedoch müssen Rentner, die ihren Lebensabend im Ausland verbringen, mit steuerlichen Auswirkungen rechnen. Welche Regeln bei der Rente im Ausland gelten, haben wir in einem Ratgeber für Sie zusammengefasst.
Welche internationalen Überweisungen sind meldepflichtig?
In Deutschland unterliegen internationale Geldtransfers gesetzlichen Meldepflichten im Außenwirtschaftsverkehr. Diese dienen vorrangig der Erhebung der Zahlungsbilanz und der Außenhandelsstatistik. Die Meldeschwelle für Auslandszahlungen betrug bis Ende 2024 12.500 Euro und wurde im Jahr 2025 auf 50.000 Euro beziehungsweise den entsprechenden Betrag in der jeweiligen Fremdwährung angehoben. Ausgehende oder eingehende Auslandszahlungen in der genannten Höhe müssen mit dem Formular "Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr" an die Bundesbank gemeldet werden. Sollte eine entsprechende Transaktion von einem Bankkunden durchgeführt werden, informiert das kontoführende Institut über die Meldepflicht.
Spezielle Anbieter für internationale Geldtransfers
Sie überweisen Geldbeträge nicht nur einmal pro Jahr - beispielsweise zu Weihnachten - in ein Land, das nicht zum SEPA-Raum gehört, weil Sie Freunde oder Verwandte in der Türkei, Ungarn oder Indien regelmäßig finanziell unterstützen? Dann sollten Sie genau prüfen, bei welcher Bank oder bei welchem spezialisierten Anbieter der höchste Betrag in türkischer Lira, Forint oder Rupie bei Ihren Bekannten ankommt.
Bevor Sie sich für eine Bank oder den passenden Anbieter entscheiden, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Es ist nicht zwangsläufig der Fall, dass ein bestimmter Zahlungsdienstleister für jedes Land der günstigste ist. PayPal ist das jedoch in vielen Ländern, während Western Union oft der teuerste ist.
- Wenn Sie regelmäßig internationale Geldtransfers durchführen möchten, wählen Sie den Spezialanbieter oder die Bank aus, bei dem am meisten Geld in Fremdwährung im Zielland ankommt (siehe Beispiel USA unten).
- Wenn der günstigste Anbieter eine Bank ist und Sie dort kein Konto haben, fragen Sie doch im Freundes- und Bekanntenkreis nach, wer dort Kunde ist. Anschließend überweisen Sie dieser Person den Betrag inklusive der Gebühren. Und diese Person führt dann für Sie kostensparend regelmäßig die Überweisungen durch. Gegebenenfalls einen Dauerauftrag einrichten.
- Lassen Sie sich nicht nur von niedrigen Gebühren blenden. Es ist immer entscheidend, welcher Betrag in der ausländischen Währung tatsächlich ankommt. Bei Dienstleistern kommt es nicht selten vor, dass die ausgewiesenen Gebühren niedrig sind, aber dafür beim Wechselkurs zu Ihren Ungunsten getrickst wird.
- Vertrauen Sie nicht auf Währungsrechner im Internet. Diese dienen oft als Lockmittel und zeigen nicht das tatsächliche Ergebnis an.
- Lassen Sie sich den Betrag nennen, der auf dem ausländischen Konto tatsächlich ankommt, um einen Vergleich zu haben.
Welcher Anbieter ist der preiswerteste?
Wie viel Geld von einem Überweisungsbetrag von 1.000 Euro im Zielland in der jeweiligen Landeswährung ankommt, haben wir am Beispiel der USA untersucht. Wie viel bei einem internationalen Geldtransfer in die USA tatsächlich - je nach Anbieter - in US-Dollar beim Empfänger ankommt, zeigt die folgende Tabelle:
Beispiel: Internationaler Geldtransfer in die USA
| Anbieter | Erhaltener Betrag in US-Dollar | Anmerkung |
|---|---|---|
| Atlantic Money | 1.079,90 USD | 3,00 Euro Gebühr (direkte Verrechnung) |
| Currency Fair | 1.074,70 USD | 4,00 USD Gebühr (direkte Verrechnung) |
| Moneygram | 1.091,01 USD | keine Gebühren für Ihre erste Überweisung aus Deutschland |
| Paypal | - | 5,00 % des Transaktionsbetrags, min. 0,99 Euro, maximal 3,99 Euro |
| Skrill | 1.052,43 USD | teilweise keine Überweisungsgebühren, jedoch bis zu 4,99 Prozent Wechselkursaufschlag bei Währungsumrechnung |
| Western Union | 1.029,15 USD | Kurs für Banküberweisung. Wer Kreditkarte nutzt, sendet 1.023,72 USD. |
| Wise | 1.077,57 USD | Kosten variieren je nach Währung, Betrag und Zahlungsmittel |
| WorldRemit | 1.061,19 USD | 1,99 Euro Gebühr für den Auftraggeber |
| Xoom | 1.058,70 USD | 1,99 Euro Gebühr für den Auftraggeber |
Quelle: Angaben der Anbieter; Stand: April 2025; nicht alle Dienstleister bieten Überweisungen in alle Länder an.
Die Anbieter für Spezialüberweisungen im Überblick
Atlantic Money
Atlantic Money wurde erst im Jahr 2022 gegründet, fordert aber mit seiner pauschalen Gebühr von 3,00 Euro für jede Überweisung die etablierten Anbieter heraus. Mit der iOS- oder Android-App können Verbraucher nach Anmeldung und Verifizierung bis zu einer Million Euro in verschiedenen Währungen zum aktuellen Wechselkurs überweisen, was sich besonders bei Transaktionen von mehr als 1.000 Euro bezahlt macht.
Dabei haben Nutzer die Wahl zwischen zwei Geschwindigkeiten:
- Standard-Überweisung: Dauert mindestens zwei Werktage und kostet immer nur 3,00 Euro.
- Express-Überweisung: Kann innerhalb weniger Minuten ankommen, kostet dafür 3,00 Euro + 0,10 Prozent der Überweisungssumme. Das entspricht bei einer Überweisung von 1.000 Euro insgesamt 4,00 Euro.
Eine Standard-Überweisung von 1.000 Euro in die USA kostet demnach 3,00 Euro, die schnellere Express-Überweisung 4,00 Euro. Neben niedrigen Gebühren legt Atlantic Money auch großen Wert auf Transparenz: Wie viel Geld inklusive der Kosten in den jeweiligen Währungen ankommt, zeigt der neue Anbieter transparent auf seiner Homepage oder in der iOS- beziehungsweise Android-App an. Versteckte Kosten gibt es nicht. Aktuell erhält Atlantic Money bei Trustpilot eine Bewertung von 3,7 Sternen bei 147 Bewertungen.
Currencyfair
Currencyfair ist ein Online-Marktplatz für den Geldwechsel mit Sitz in Irland. Zwar gibt es auch hier direkt auf der Startseite einen Online-Rechner, der anzeigt, wie viel Geld in fremder Währung im Ausland ankommt, doch diese Angabe ist nicht verbindlich. So behauptet Currencyfair, dass eine Überweisung von 10.000 Euro nach Großbritannien 8.293 Pfund entspricht und Kunden 223 Pfund "im Vergleich zu einer traditionellen Bank" sparen würden. Auch hier ist zunächst eine Online-Registrierung erforderlich. Anschließend überweisen Sie Geld auf ein zwischengeschaltetes Konto von Currencyfair, um es von dort aus weiter ins Ausland zu überweisen. Alternativ können Sie das Geld dort belassen und auf einen günstigeren Kurs warten. Der irische Dienstleister verzeichnet eine mittelmäßige Bewertung von 4,0 Sternen auf Trustpilot bei insgesamt mehr als 8.700 Bewertungen.
Moneygram
Moneygram ist der zweitgrößte Anbieter von Auslandsüberweisungen weltweit und hat seinen Sitz in Dallas in den USA. Überweisungen können entweder über den Desktop oder per App erfolgen. Laut Moneygram wurde die App bereits millionenfach heruntergeladen und stellt die einfachste Methode dar, Geld zu transferieren. Nach der Registrierung, die übrigens das Hochladen des Personalausweises erfordert, wählen Sie den Empfänger und die Zahlungsmethode aus: Sie können entweder mit Ihrer Kreditkarte, Debitkarte oder per Sofortüberweisung bezahlen. Bei Ihrer ersten Auslandsüberweisung aus Deutschland entfällt sogar die Transfergebühr. Welche Gebühren bei weiteren Überweisungen anfallen, ist leider nicht bekannt, da die Kosten je nach Überweisungsbetrag und Versandart variieren. Vor jeder Überweisung wird Ihnen jedoch der genaue Betrag der Kosten angezeigt. Die Bewertung auf Trustpilot beläuft sich zum aktuellen Zeitpunkt auf 4,4 Sterne bei mehr als 45.000 Rezensionen.
Paypal
Paypal ist ein börsennotiertes US-amerikanisches Unternehmen, das es Ihnen ermöglicht, im Internet und im Handel zu bezahlen, aber auch kostengünstig Geld in fast alle Länder der Welt zu überweisen. Dazu müssen Sie sich bei Paypal anmelden und eine Bankverbindung hinterlegen. Dieses Konto muss anschließend noch freigeschaltet werden. Auf dem Kontoauszug erscheint nach einigen Tagen ein Cent-Betrag mit einem Zahlencode. Diesen geben Sie bei Paypal ein, um Ihr Konto zu bestätigen. Von diesem Konto werden künftig Beträge abgebucht, die Sie mit Paypal bezahlen. Das Gleiche gilt für Überweisungen. Für internationale Geldtransfers wird eine Transaktionsgebühr von mindestens 5,00 Prozent des Betrags fällig (mindestens 0,99 Euro, maximal 3,99 Euro).
Interessanterweise erhält ausgerechnet der bekannteste Zahlungsdienstleister mit nur 1,4 Sternen die mit Abstand schlechteste Bewertung auf Trustpilot. Von den gut 11.100 Nutzern, die eine Bewertung abgegeben haben, geben 87 Prozent Paypal die Note "ungenügend". Hauptkritikpunkt ist der Kundenservice, insbesondere bei Problemen mit der Transaktion. So schreibt ein Nutzer: "Konfliktlösungen sind extrem umständlich und dauern sehr lange. Bis PayPal den Konflikt angeblich löst, verliert man das Rückgaberecht."
Skrill (ehemals Moneybookers)
Skrill ist ein international agierender Zahlungsdienstleister mit Sitz in London, der Geldtransfers in über 40 Länder ermöglicht. Dies ist schnell und bequem per App oder Webseite möglich. Eine Überweisung auf ein internationales Bankkonto dauert in der Regel nur wenige Minuten, unabhängig davon, ob Sie die App oder den Browser nutzen. Neukunden erhalten derzeit sogar 5,00 Euro Rabatt auf die erste Überweisung.
Für internationale Überweisungen bietet Skrill verschiedene Zahlungsmethoden an. Die Gebühren variieren je nach Auswahl:
- Kostenlos: Banküberweisung (gleiche Sende- und Empfangswährung)
- Bis zu 1 Prozent: Debitkarte, Sofortüberweisung oder PaysafeCash
- Bis zu 2,99 Prozent: Kreditkartenzahlung
- Bis zu 4,99 Prozent: Wechselkurs-Aufschlag und weitere Transaktionsgebühren
Wird eine Währungsumrechnung benötigt, kommt der Skrill-eigene Referenzwechselkurs zum Einsatz. Dieser kann sich im Tagesverlauf mehrfach ändern.
Die Bewertungen auf Trustpilot fallen gemischt aus. Derzeit liegt Skrill bei 2,5 von 5 Sternen bei über 24.000 Bewertungen
Wise (ehemals: Transferwise)
Wise wurde 2011 in London gegründet, damals noch unter dem Namen Transferwise. Auch hier müssen Sie sich zunächst anmelden und einloggen. Dies ist über den Desktop-PC oder mit der kostenlosen App möglich. Danach können Sie festlegen, wie viel Geld Sie überweisen möchten und wohin es gehen soll. Wise zeigt Ihnen sofort die Gesamtkosten an, wie viel Geld in Fremdwährung ankommt und sogar, wie Wise im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet. Dazu hat das Fintech einen eigenen Vergleich auf der Startseite integriert. Die Gebühren setzen sich aus einer kleinen Fixgebühr und einem prozentualen Anteil zusammen. Diese Kosten variieren jedoch je nach Währung, Betrag und gewähltem Zahlungsmittel. Bei einer Überweisung von 1.000 Euro in die USA zahlen Sie aktuell:
- 6,21 Euro bei einer Banküberweisung
- 14,79 Euro bei einer Zahlung per Debitkarte
- 20,15 Euro bei einer Kreditkartenzahlung
Insbesondere bei hohen Beträgen sinken die Gebühren teilweise auf unter 0,1 Prozent.
Die Nutzerbewertungen auf Trustpilot liegen bei 4,3 von 5 Sternen bei über 254.000 Bewertungen.
Western Union
Western Union ist ein großer amerikanischer Anbieter von Auslandsüberweisungen. Auch hier ist zunächst eine Registrierung erforderlich. Es werden zwei Optionen angeboten:
- Geld auf fremde Konten überweisen
- Geld an einen Western Union-Standort überweisen, wo es bar abgeholt werden kann
Zwar werden bei den beiden genannten Optionen keine Gebühren angezeigt, jedoch variieren die Wechselkurse sehr stark, sodass beispielsweise am Ende bei der Abholung an einem Western Union-Standort deutlich weniger Geld ankommt als bei einer Überweisung auf ein Konto. Auf Trustpilot erreicht Western Union eine Bewertung von 4,3 Sternen bei gut 118.089 Bewertungen. Die erste Überweisung ist bei Western Union gebührenfrei.
WorldRemit
World Remit hat seinen Hauptsitz in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass die ersten drei Überweisungen mit dem Code "3FORYOU" gebührenfrei sind. Geld wird in über 100 Länder überwiesen. Leider sind die Erklärungen "Wie es funktioniert" sehr rudimentär. Auch Informationen zur Gebührenstruktur sind auf dieser Seite nicht zu finden. Laut eigenen Angaben sollen Überweisungen bis zu 46 Prozent günstiger sein als bei den meisten Banken. Wenn Sie beispielsweise 1.000 Euro in die USA überweisen, fällt eine Gebühr von 1,99 Euro an. Mit 3,7 Sternen bei rund 90.100 Nutzerbewertungen gehört WorldRemit zu den besseren Anbietern auf dem Markt.
Xoom
Xoom ist ein Paypal-Dienst, mit dem Sie Geld auf ein in- oder ausländisches Bankkonto überweisen oder Bargeld zur Abholung beziehungsweise Zustellung nach Hause senden können. Sie haben die Möglichkeit, sich direkt bei Xoom zu registrieren oder sich über PayPal anzumelden. Im Voraus werden Ihnen die Gebühr und der Betrag angezeigt, der beim Empfänger ankommt. Überweisungen können Sie entweder am Bildschirm oder über die App vornehmen. Eine Überweisung über 1.000 Euro in die USA kostet bei Xoom 1,99 Euro. Bei gut 22.800 Bewertungen erreicht das Unternehmen 1,5 Sterne bei Trustpilot.
Wie kann ich Geld international senden, wenn der Empfänger kein Konto hat?
Wenn Sie Geld ins Ausland senden möchten, aber der Empfänger kein Bankkonto besitzt, bieten beispielsweise MoneyGram, Western Union und WorldRemit eine Lösung. Diese Unternehmen ermöglichen es Ihnen, Geld fast überall auf der Welt zu versenden, das dann vom Empfänger bar an einem der zahlreichen Standorte abgeholt werden kann.
Wie kann ich eine fehlerhafte Überweisung zurückholen?
Wenn eine internationale Überweisung an eine falsche Kontonummer gesendet wurde, sollte der Absender in jedem Fall schnellstmöglich handeln und sein Kreditinstitut unverzüglich über die Fehlüberweisung informieren. Grundsätzlich ist ein Überweisungsrückruf nur möglich, solange die Transaktion noch nicht auf dem Konto des Empfängers verbucht wurde.
Die eigene Bank kann mit dem Versuch beauftragt werden, das Geld vom Empfänger zurückzuerhalten. Allerdings fallen hierfür je nach Bank unterschiedliche Gebühren an, die bei kleineren Transaktionen möglicherweise sogar höher sind als der Überweisungsbetrag selbst. Hier ist also genau abzuwägen, ob sich ein Rückruf überhaupt lohnt.
Auch wenn es auf den ersten Blick lästig und zeitaufwändig erscheint, sollte jede Transaktion genau auf Zahlendreher in der IBAN überprüft werden. Insbesondere bei hohen Geldtransfers sollte man genau aufpassen, da der Kunde keinen generellen Anspruch auf Rückerstattung fehlerhafter Überweisungen hat. Wenn sich der Empfänger weigert, das Geld zurückzuzahlen, bleibt nur der Gang zum Rechtsanwalt.
Wenn Sie wissen möchten, bei welchen Banken Sie eine Echtzeitüberweisung durchführen können, haben wir alle wichtigen Informationen in einem weiteren Ratgeber auf biallo.de zusammengefasst.
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand 11.08.2025